Ein Familienhaus

Objekt

Einfamilienhaus
Gebäudeklasse 1

Ein neues Zuhause für eine Familie wird gebaut. Es soll sich in die bereits seit den 1930er-Jahren geplante Siedlung einfügen und ihr gleichzeitig durch seinen modernen, energieoptimierten Charakter ein neues Wesen verleihen. Dafür setzt die Konstruktion auf Geothermie und Photovoltaik.


Annäherung

Im Erlanger Osten liegt die 1936 geplante Buckenhofer Siedlung. In diesem Umfeld mit steilen Dächern und gleichförmigen Parzellengrößen soll ein neues Wohnhaus entstehen. Das Grundstück war bis dahin von einem Vorgängerbau aus den 1930er-Jahren besetzt, ohne Südfenster und aus einer nicht weiterverwendbaren Bausubstanz. Der Ansatz: Es soll ein Holzhaus gebaut werden, das Platz für eine vierköpfige Familie bietet. Außerdem stehen energetische Optimierung in Grundriss und Baukonstruktion im Fokus.

Projektdauer

2015-2018

Auftraggeber

Privat

Ort

Erlangen, Buckenhofer Siedlung

Grundstücksfläche

ca. 640 m2

Wohnfläche

ca. 170 m2

Team

Jakob Kress

Landschaftsarchitekten

Lorenz Landschaftsarchitekten Nürnberg

Climate Engineering

Transsolar, Stuttgart

Tragwerksplanung

Seeberger Friedel & Partner, Erlangen


Herausforderung

Ein offenes Zuhause für eine vierköpfige Familie wird geplant, innerhalb des Bebauungsplans von 1936. Dabei liegt das Augenmerk darauf, das Haus innerhalb der Siedlung gegenüber der gewachsenen Struktur der Siedlerhäuser zurückzunehmen. Es soll sie vielmehr in ihrer Erscheinung ergänzen. Und es soll zeitgemäß energiebewusstes Wohnen realisieren.


Lösung

Ein massiver Betonkern bildet die Mitte, um die das Holzhaus auf einer „weißen Wanne“ als Kellergeschoss wächst. Im Süden ergänzt ein geschützt liegender Tiefgarten im Sommer das Wohnzimmer. Um ihn gruppieren sich die Wohnräume, die dank einer offenen Raumsequenz mit Sichtbeziehungen miteinander verbunden werden. Durch die gezielt angeordneten Fenster strahlt die tiefstehende Wintersonne in die Tiefe des Hauses, den massiv konstruierten Treppenkern, und wird von diesem gespeichert. Im Sommer transportiert dieser Kern die Kühle des Kellers ins Haus und ist von störender Sonneneinstrahlung geschützt. Nachhaltig mit recycelter Zellulose kerngedämmte Holzständerkonstruktionen bilden die oberirdischen Außenbauteile. Der Energiebedarf wird beinahe vollständig durch Geothermie und Photovoltaik gedeckt, überschüssiger Strom wird in Batterien gespeichert oder durch programmierte Haushaltsgeräte verbraucht.

Fotos: Jakob Kress

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